Jitka Hanzlová
Jitka Hanzlová (*1958 in Náchod, ehemalige Tschechoslowakei) studierte Fotografie an der Universität Essen. Die in Essen lebende Fotokünstlerin Jitka Hanzlová wurde international bekannt durch ihre "Female"-Serie. Hanzlová fotografierte die jungen Frauen auf der Strasse und zeigt sie abseits jeglicher Klischees. Mit einer unverwechselbaren Sinnlichkeit und Poesie haucht sie ihren Frauen Würde ein.
"Fremdheit fordert heraus. Sie hält wach und schärft den Blick."
In ihrer Arbeit "Rokytnik, 1990–1994", die sie während ihres Studiums an der Folkwang Universität der Künste in Essen realisierte, setzt sich Hanzlová mit ihrer ehemaligen Heimatstadt, ihrer Kindheit auseinander, aus der sie bereits 1982 auswanderte. Sie reflektiert über Heimat, Verlust, Exil und Identität, indem sie in subtilen Farben den Alltag der dort lebenden Menschen beschreibt.
Für Ihre Serie "FEMALE" hat Hanzlová Frauen aus verschiedenen Ländern und Kulturen direkt auf der Straße angesprochen und fotografiert. Die Bilder zeigen moderne Frauen in ihrer weiblicher Individualität, oft eingebettet in einen Farbdialog mit der urbanen Umgebung. Diese emotionale Aufladung durch die Farbe soll den Charakter der jeweils Porträtierten unterstützen.
Für das Projekt DEAD END, 2008 (Regie: Ralph Goertz, Musik: Xaver Poncette, Text: Leon de Winter) der Kammeroper NRW in Kooperation mit dem Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld schuf Jitka Hanzlová ihr erstes Männer-Portrait des Bonner Schauspielers Bernd Braun.
Rokytnik, 1990–1994



Female, 1997-2000



Bernd Braun, 2008

